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14. September 2021
in Natur

Absolute Freiheit

«Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein! …» – dies pflegte schon Reinhard Mey zu sagen, beziehungsweise zu singen. Die Fliegerei ist in diesen Zeiten Rund um den Globus wahrlich nicht auf Rosen gebettet. Die genannte «Freiheit» und Ungebundenheit lässt sich aber gerade so gut auf vier Rädern erleben – wenn nicht sogar besser, intensiver und mit mehr Abenteuern gespickt; der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.

Diesen Sommer machten wir uns also auf, unsere Heimat unter die Reifen zu nehmen und einige unbekümmerte Tage zu erleben. Die erste Nachte sollte uns in die Westschweiz ziehen, genauer gesagt zum «Grand Canyon» der Schweiz: dem Creux du Van. Dieser liegt an der Grenze zwischen der Kantone Freiburg und Waadt – und ist wahrlich kein Geheimtipp mehr. Auf dem Parkplatz sind wir bei unserem Eintreffen somit nicht alleine. Autos, Camper und viele Wanderwütige treffen wir an. Auch die Terrasse des oben gelegenen Restaurants ist gut gefüllt. Wir lassen es uns trotzdem nicht nehmen, uns ein lauschiges Plätzchen für unseren VW Camper zu suchen. Es wird uns erlaubt, auf dem Parkplätz zu nächtigen. Ein Abendessen später steigen wir hoch zum Felsenkessel: 160 Meter hohe, senkrechte Felswände umschliessen einen vier Kilometer langen und über einen Kilometer breiten Talkessel. Eine imposante Szenerie.

Kurz besuchen uns ein paar Steinböcke, bevor sich die Sonne hinter dem Horizont verabschiedet und wir uns in die Schlafsäcke verkriechen. Der nächste Morgen erinnert eher an die grau-nasse Herbstzeit, als an sonnig-wärmende Sommertage. Es ist kühl; und Nebel zieht auf. Die Wettergötter sind uns heute nicht gnädig. Ein farbenfroher Sonnenaufgang lässt sich nicht auf den Kamera-Chip bannen. Nichtsdestotrotz freuen wir uns über unser Camping-Erlebnis und können unseren nächsten Ausflug kaum erwarten.

Creux du Van

Creux du Van

Creux du Van

Creux du Van

Dieser lässt auch nicht lange auf sich warten. Nur wenige Tage später packen wir den Camper-eigenen Kühlschrank wieder voll mit Leckereien, schütteln die Daunen-Schlafsäcke einmal richtig durch und schultern unsere Wanderrucksäcke für ein neues Abenteuer. Dieses Mal zieht es uns Richtung Glarnerland. Dank unserer fahrbaren Unterkunft sind wir wieder sehr flexibel. «Zwei Nächte länger bleiben?» – Kein Problem! «Vor Sonnenaufgang kurz einen Abstecher zum nahegelegenen See?» – Nichts ist unmöglich, wie es scheint.

Den ersten Halt machen wir beim Obersee, welcher oberhalb von Näfels in einem schönen Talkessel liegt. Hier können wir auch gleich unser Lager aufschlagen – ein Stellplatz für Wohnmobile lässt sich unkompliziert für kleines Geld mieten. Ansonsten ist das Wild-Camping verboten. Nur wenige Gehminuten erreicht man von da aus den See. Hier wird das Licht für einen furiosen Sonnenauf- und Untergang hoffentlich mitspielen.
Und wir werden nicht enttäuscht. Zu Beginn stören zwar dichte Wolken das Gesamtbild. Diese ziehen aber wie bestellt zum Sonnenuntergang vorbei. Auch der Wind lässt allmählich nach, was sich für eine schöne Spiegelung im See natürlich positiv auswirkt. Der nächste Morgen ist ebenfalls stimmungsvoll. Und wir sind neben einer halben Handvoll Fischer, welche schwungvoll die Angel auswerfen, die einzigen am See. So lässt es sich leben, bzw. fotografieren! 

Bevor wir weiterziehen Richtung Klausenpass, genehmigen wir uns noch ein schmackhaftes Frühstück im Van. Die nächste Zeit ist von Regen geprägt. Dieser Sommer scheint wirklich mehrheitlich ins Wasser zu fallen. Wir lassen uns davon aber nicht beirren und fahren die Passstrasse empor. Hier liegt auf halbem Weg ein Wasserfall, welchen wir gekonnt in Szene zu setzen versuchen. Auf der Klausenpass-Höhe angekommen, stehen wir erst in dicken Wolken. Diese lockern sich kurz auf, und die Feuchtigkeit nimmt ab. Wir wandern so zum Gletschersee, der etwa 60 Minuten Fussmarsch entfernt liegt.
Ein imposanter Anblick! Wir wähnen uns in einer Bilderbuchlandschaft – als befänden wir uns im hohen Norden. Die vorbeiziehende Bewölkung gibt der Szene den letzten fotografischen Schliff. Nach dem Rückweg stärken wir uns kurz im Restaurant, bevor uns die Strasse hinab ins Urnerland führt. 

Wir hängen eine Nacht an und suchen uns ein geeignetes Plätzchen auf dem Sustenpass. Wieder geht es auf geschlängelten Strassen hoch hinaus! Das Passfahren scheint es uns angetan zu haben. Oben angekommen, haben wir genügend Zeit, die Gegend rund um den Sustenpass zu erkunden. Wir steigen hoch zum Seebodensee und den weiteren kleinen Seelein, die im Naturschutzgebiet Steingletscher ihr Dasein fristen. Uns gelingen in den Abend- und darauffolgenden Morgenstunden ein paar ansehnliche Fotos, bevor wir uns langsam von der «absoluten Freiheit» verabschieden und nichts als unsere Reifen- und Fussabdrücke hinterlassen. Wir ziehen von dannen und machen uns auf den Heimweg. 

Wir haben die Flexibilität und Freiheit mit unserem VW Camper sehr geschätzt. Beim Übernachten im Van gilt natürlich, dies auch im Einklang mit der Natur zu tun. Der Abfall wird mitgenommen oder in den entsprechenden Behältern entsorgt. Was selbstvertändlich klingt, ist es leider nicht. Vielerorts fanden wir Abfallreste vor. Dies schadet nicht nur der Natur, sondern trägt auch dazu bei, dass neue Verbote eingeführt werden müssen. Tragen wir also Sorge zu unserer Umwelt. 

Berglistüber Glarus

Gletschersee Klausenpass

Obersee

Sustenpass

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